Vivacon AG Geschäftsbericht 2007 Konzern-Anhang 65 Der Konzern unterhält grundsätzlich kein Trading-Portfolio für Finanzinstrumente.Auch wurde in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 und wird auch künf- tig kein Handel mit Derivaten betrieben. Überschüssige Liquidität wird prinzipiell in kurzfristige, sichere Anlageprodukte investiert. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen vor allem zins- und inflationsbedingte Cash Flow-Risiken, sowie Liquiditäts- und Kreditrisiken.Vor diesem Hintergrund ist das wesentliche Risiko eine Veränderung der nominalen und – vor dem Hintergrund, dass der Konzern im Wesentlichen über langfristige Vermögenswerte verfügt, die inflationsindexierte Zahlungsströme vorsehen – der realen Zinsstrukturkurve. Die potenziellen Auswirkungen einer Parallelverschiebung der Zinskurve in Deutschland stellen Abschätzungen dar. Sie basieren auf der Annahme, dass die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse unterstellten Auswirkungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie die Zahlungsströme der Gesellschaft können hiervon abweichen. Die durch den Konzern verwendeten Finanzverbindlichkeiten – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen insbesondere Anleihen, Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Schuldverschreibungen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäfts- tätigkeit resultieren. Der Konzern ist nahezu ausschließlich in Deutschland tätig.Währungsrisiken resultieren gegenwärtig ausschließlich aus Aktivitäten in Tschechien, die dem Volumen nach nicht von wesentlicher Bedeutung für den Konzern sind. Der Konzern nutzt seit dem Geschäftsjahr 2006 derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören Zinssicherungsvereinbarungen sowie Inflationsswapver- einbarungen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung von Cash Flows gegen Zins- und Inflationsrisiken, die aus der Finanzierungs- tätigkeit des Konzerns im Zusammenhang mit der Begebung von Anleihen durch Konzerngesellschaften im Jahr 2006 sowie der Finanzierung von Immobilienportfolios resultieren. Die Gesellschaft schließt derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit Finanzinstituten mit einem »Investment Grade«-Rating als Vertragspartner ab und überwacht dieses Rating fortlaufend. Die von der Unternehmensleitung implementierten wesentlichen Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten werden im Folgenden dargestellt: Zinsänderungsrisiken Die Steuerung des Zinsaufwands des Konzerns erfolgt mit der Zielsetzung einer weitreichenden Minderung von langfristigen variablen Zinszahlungen. Unverändert zum Vorjahr weisen zum 31. Dezember 2007 die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten infolge der Nutzung von Zinssicherungsge- schäften, bei denen der Konzern in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwis- chen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner tauscht, nahezu vollständig fixe Zinszahlungen auf. Vor Zinssicherung belaufen sich die variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten auf EUR 231,9 Mio. (Vorjahr: EUR 117,5 Mio.). Eine Veränderung des Zinsniveaus um 50 Basispunkte würde daher zu einer Veränderung der Zinsaufwendungen von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) führen.
