Report-Investor: Volkswagen AG - Geschäftsbericht 2009

Märkten nicht aus: „In Russland, Indien und weiteren wichtigen Schwellenmärkten wünschen sich die Kunden beispielsweise einen Polo mit Stufenheck“, erläutert Winterkorn, „dem wer- den wir natürlich nachkommen.“ Im US-Staat Tennessee, in Chattanooga, entsteht zurzeit ein neues Volkswagenwerk; dort wird unter anderem ein auf amerikanische Wünsche zuge- schnittener „New Midsize Sedan“ vom Band rollen. Zu den Besonderheiten dieses Marktes gehört der große Lokalpatrio- tismus amerikanischer Käufer: „Viele entscheiden sich bevor- zugt für Autos, die auch im Land gebaut werden.“ Eines aber, weiß Walter de Silva, haben alle Kunden weltweit gemeinsam: Ohne Emotionen geht gar nichts. „Der Besitzer will sein Auto lieben, es muss nicht zuletzt seine Gefühle ansprechen.“ Der Veränderungsdruck in der Automobilindustrie ist groß und wirkt sich auch auf das Design aus: Neue gesetzliche Vor- schriften, sich wandelnde gesellschaftliche Einstellungen und neue Technologien wollen berücksichtigt werden. „Mit weniger Ressourceneinsatz mehr bieten“, beschreibt Winterkorn den Trend zum „Downsizing“. Innovative Komponenten mit weni- ger Gewicht und geringerer Größe kommen der Umwelt und den Kunden zugute. Sie senken den Verbrauch und die Emissio- nen, steigern aber gleichzeitig Komfort, Sicherheit und Fahr- leistung. „Traditionell wurde Luxus und Prestige immer mit „Die Menschen suchen nach verlässlichen Werten und Verantwortung.“ Größe gleichgesetzt“, erklärt de Silva, „das wird sich teilweise ändern.“ In Zukunft könnten verstärkt kleine, kompakte Fahr- zeuge ins Luxussegment vorstoßen. Neue Herausforderungen, aber auch Chancen stellen alterna- tive Konzepte wie der Elektroantrieb dar. Die Architektur der Fahrzeuge wird sich allerdings erst ändern, wenn die entspre- chenden Komponenten wie der Antrieb, die Radaufhängung oder die Positionierung der Batterien neue Möglichkeiten bieten. So weit ist es aber noch nicht. „Ein Auto wird immer vier Räder und ein Gesicht mit zwei Augen haben, sonst wirkt es unpersönlich“, prophezeit de Silva. „In der Anfangsphase will

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