Report-Investor: Volkswagen AG - Geschäftsbericht 2009

Und weil der Passat mit SunGas noch umweltfreundlicher fährt, hat Lösche-ter Horst den Betreibern der Tankstelle zu- letzt im Beisein der Presse ein solches Modell in Sonnengelb übergeben. „Weil Volkswagen Biokraftstoffe mit hohem CO2- Minderungspotenzial als strategisch wichtig erachtet und wir die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren wollen“, erläutert Lösche-ter Horst. Auch der schwarze Passat, der jetzt in der Forschungshalle steht, ist in letzter Zeit viel durch das Wolfsburger Umland gekurvt. Ihm haben Dr. Michael Henn, Leiter der Abteilung Antriebselektronik im Bereich der Konzernforschung, und sein Team modernste Mess- und Navigationsgeräte in den Kofferraum montiert, um das neuartige Assistenzsystem „Energo“ zu testen. „Beim Bremsen vergeuden die Fahrer meist jede Menge Energie“, erklärt Henn. „Deshalb suchen wir nach Lösungen, um den Bremsvorgang zu automatisieren.“ „Energo“ passt die Fahrweise so spritsparend wie möglich an die jeweilige Verkehrslage an. So nimmt das System frühzeitig den „Fuß vom Gas“, wenn sich das Fahrzeug mit hohem Tempo einer Ortseinfahrt nähert, und nutzt allein die Reibungsver- luste in Motor und Getriebe, um es auf Tempo 50 zu verlang- samen. Bei ansteigender Strecke dagegen kuppelt es frühzeitig aus und lässt den Wagen im fast reibungsfreien Leerlauf weiterrollen. Den genauen Zeitpunkt und die Art der Reaktion bestimmt die„Energo“-Software auf Basis der Daten eines Navigationssystems, das nicht nur das Straßennetz, sondern auch dessen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Höhenprofile und Kurvenradien kennt. „Die ersten Tests haben gezeigt, dass wir damit je nach Strecke bis zu 15 Prozent Kraftstoff sparen können“, freut sich der Antriebsexperte Henn. Wann der Prototyp in Serie geht, ist noch nicht genau abzu- sehen. Zwei oder drei Jahre wird es sicherlich dauern, um Software, Elektronik und Mechanik sorgfältig aufeinander ab- zustimmen und die Vielzahl der „Energo“-Daten zuverlässig in einem Serienfahrzeug zu verarbeiten. Eine von vielen Heraus- forderungen, an denen die Volkswagen Konzernforschung arbeitet. Zu marktfähigen Produkten führen diese Anstren- gungen aber schließlich nur, weil in der Volkswagen Kon- zernforschung Spezialisten aller Fachrichtungen Hand in Hand arbeiten. „Diese automobilen Forschungsaufgaben kann kein Maschinenbau- oder Elektroingenieur mehr allein lösen“, betont Henn. „Unser Erfolgsfaktor ist das interdisziplinäre Teamwork.“ „Unser Erfolgsfaktor ist das interdisziplinäre Teamwork.“

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