Dietmar Mnich ist Werksleiter in Pacheco. Der Deutsche kam Mitte 2008 aus Hannover nach Argentinien, um die Produktion des Pickups aufzubauen, der im 13.000 Kilometer entfernten Wolfsburg entwickelt wurde. Ihm ist schnell aufgefallen, wie verbreitet dieser Fahrzeugtyp in der Region Buenos Aires ist. „Am Wochenende fahren die Familien im Pickup an den Strand, und in der Woche sieht man damit die Handwerker“, sagt Mnich. Auch im Nachbarland Brasilien sind Pickups beliebt, dort gelten sie vielerorts als stylishe Großstadtfahr- zeuge. Südamerika ist der Kernzielmarkt für den Amarok, doch das Modell wird auch in Russland, Südafrika und Austra- lien verkauft. In der zweiten Jahreshälfte kommt Westeuropa inklusive Deutschland hinzu. Martín Banegas arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Karosse- riebau des Werks in Pacheco. In dieser Zeit hat er erlebt, wie neue Fertigungsstraßen in Betrieb genommen wurden, und er hat Qualitätsschulungen für das neue Modell durchlaufen. „Wir sehen den Amarok hier als großen Fortschritt“, sagt Banegas. „Er ist gut für uns Mitarbeiter, und er ist gut für unser Land. Durch ihn sind viele Arbeitsplätze entstanden.“ Wenn er Unterböden schweißt, sieht man ihm an, dass er mit Stolz dabei ist. Banegas trägt wie viele seiner Kollegen ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „Soy parte de Amarok“ – „Ich bin ein Teil des Amarok“. Auch Eduardo Raffaelli, der die zentrale Projektsteuerung im Werk in Pacheco leitet, hat die Begeisterung gepackt. „Am Anfang sahen wir im Amarok vor allem eine Entwicklungs- möglichkeit und einen Weg, die Auslastung des Werks zu er- höhen“, sagt Raffaelli. „Doch jetzt, wo die ersten Exemplare vom Band laufen, sind wir alle ganz verliebt. Der Amarok ist nicht nur solide, er ist auch ein sehr schönes Auto.“ In der Werkstatt von „Hauswagen Pilar“ merkt man an der Reaktion der zufällig vorbeischauenden Kunden, dass dieser Funke überspringt. Daniel Cassano blickt auf die silberne Karosserie des Amarok und sagt: „Ich weiß, dass er sich gut verkaufen wird. Dieses Auto hat uns Händlern immer gefehlt.“ „Am Wochenende fahren die Familien im Pickup an den Strand, und in der Woche sieht man damit die Handwerker.“
