Report-Investor: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG - Geschäftsbericht 2009

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung vwd investiert einen Teil seiner finanziellen Ressourcen in die Entwicklung von Softwarelösungen. Dies ist notwendig, um in den technologieintensiven Märkten, in denen die Gesellschaft tätig ist, auch künftig bestehen zu können. Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Entwicklungsaufwendungen als Kosten im Zusam- menhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produk- tion oder Verwendung definiert. Nach IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ sind Forschungs- kosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraus- setzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Für das Geschäftsjahr 2009 lagen die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten für zwei Projekte vor; daher wurden deren Entwicklungskosten aktiviert. Die übrigen Entwick- lungsaufwendungen wurden als Aufwand erfasst. Schätzungen Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass für die Bewertung bestimmter Bilanzposten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Bilanzierung und Bewer- tung von Rückstellungen, die Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Realisierbarkeit von zukünftigen Steuerentlastungen zu nennen. Abwei- chungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu sehen, die die Darstel- lung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows der vwd group maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten er- fordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind, sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und somit in Bezug auf ihre Folgen schwer abzuschätzen sind. 4.4. kApitAlFlussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der vwd group im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Aus- wirkungen von Akquisitionen, Desinvestitionen und sonstigen Veränderungen des Konsolidie- rungskreises sind dabei eliminiert. In Übereinstimmung mit IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätig- keit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbe- stände und Guthaben abzüglich kurzfristiger Bankenverbindlichkeiten. Die Finanzierungsrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläqui- valente zwischen zwei Stichtagen dar. In diesen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind zum 31. Dezember 2009 Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten. Grundsätz- lich muss daher die Finanzierungsrechnung die Gesamtheit aller Mittelzu- und -abflüsse beinhal- ten. Die zum Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) korrespondierenden Größen werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzu- führende Geschäft detailliert ausgewiesen. Der Jahresüberschuss, der den Aufsatzpunkt für die Finanzierungsrechnung darstellt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für das fortzuführen- de Geschäft ausgewiesen. 65An unsere Aktionäre 60 Jahre vwd Finanzkommunikation Konzernlagebericht Konzernabschluss Anhang Zurück Inhalt Suche < >

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